Aktuelle Meldung
Übertriebener Frühjahrsputz schadet Umwelt und Gesundheit
Wenn die Tage wieder länger werden und die Temperaturen
steigen, werden in Deutschland die Wohnungen gründlich durchgeputzt.
Dabei stehen die verschiedensten Reiniger zur Verfügung. Die
Industrie hat dabei für jeden Fleck das passende Mittel entwickelt.
Besonders werden hier antibakterielle Mittel eworben. Experten sehen
dieses jedoch kritisch. Sie finden - die Mittel sind nicht nur teuer,
sondern auch überflüssig.
Allergieauslöser
Oftmals kann der Einsatz der Desinfektionsmittel und antibakteriellen
Reiniger quasi ein "Schuss nach hinten" sein. Die Mittel
können nämlich ebenso nützliche Bakterien wie z.B.
die der Hautflora schädigen. Die Konsequenz sind dann Allergien
und Ekzeme. Dazu können sie die Abwehrkräfte mindern und
Krankheiten erst hervorrufen. Und schlussendlich vermutet man, dass
die Keime auch noch resistent gegen Antibiotika werden.
Keimen trainieren das Immunsystem
Eine keimfreie Umgebung und übertriebene Hygiene ist nicht
zuletzt auch für Kinder ungesund. Die in Haus und Wohnung vorkommenden
Keime sollten auf keinen Fall vernichtet werden, denn sie trainieren
das Immunsystem der Kleinen.
(Anmerkung: Frühere Tests und Untersuchungen der Stiftung
Warentest zeigten im Ürigen, dass antibakterielle Reiniger
durchaus nicht effiziennter als herkömmliche Mittel sind.)
Gefährliche Inhaltsstoffe bei
vielen Reinigern
Hinzu kommt, dass einige Inhaltsstoffe der Haushaltsreiniger gefährlich
für den menschlichen Organismus werden können. Der Bakterienhemmer
Triclosan z.B. wird über die Haut aufgenommen. Im Körper
kann er dann in den Entgiftungsstoffwechsel der Leber eingreifen.
Natriumhypochlorid wiederum ist eine Substanz, die durch Erwärmung
und Sonnenlicht Chlor und andere Gase freisetzt, was wiederum zu
Reizungen der Schleimhaut, etc. führen kann.
Vom Mischen wird dringend abgeraten
Nutzt man die modernen Reiniger dennoch, sollte man diese auf keinen
Fall mit anderen Putzmitteln mischen. Werden die Bakterienhemmer
z.B. mit essighaltigen Substanzen zusammen getan, können Vergiftungen
die Folge sein.
Aber nicht nur der Mensch kann Schäden davontragen. Auch für
die Umwelt sind die antibakteriellen Mittel schädlich. Einmal
ins Wasser gelangt, können Wasserorganismen abgetötet
werden. Und auch Kläranlagen und deren natürliche Abläufe
können gestört werden.
Die Umwelt sagt Danke bei natürlichen Reinigern!
Umweltschonender und besser für die Gesundheit ist es deswegen,
beim Frühjahrsputz auf die Chemiekeule zu verzichten und der
Natur mit Essig, Zitrone und Spiritus den Vorrang zu geben.
4 Mittel reichen für den gesamten
Hausputz
Wer seine Wohnung gründlich reinigen will, benötigt hierfür
lediglich vier einfache Mittel.
- Allzweck- und Neutralreiniger für Fussböden, Fliesen
und Oberflächen
- Scheuermilch für hartnäckigen Schmutz
- Spülmittel für die Fenster und leichte Verschmutzungen
- Zitronensäure (oder Essigessenz) zum Entkalken
Ein Evergreen - Der "Blaue Engel"
Um sicher zu gehen, dass die Umwelt mit dem ausgewählten Reiniger
geschont wird, sollten Verbraucher beim Kauf auf das Umweltzeichen
"Blauer Engel" achten.
Für eine gute Hygiene im Haushalt reicht aber auch eine kräftige
Oberflächenbehandlung durch bürsten und reiben ebenso
aus. Dies schont dann sogar die Haushaltskasse. Wer zudem regelmässig
den Putzlappen wechselt oder auskocht und gründlich die Hände
wäscht, macht den einsatz der Desinfektionsmittel in seinem
Haushalt überflüssig.
Weitere Informationen zur Hygiene und den passenden Reinigern für
den Haushalt finden Sie auch unter www.umweltbundesamt.de
und auf den Seiten des Bundesinstituts
für Risikobewertung (BfR)
Quelle: bfr
|
Bitte beachten Sie
Alle auf dieser Webseite bereitgestellten Informationen stellen
in keiner Weise einen Ersatz für eine ärztliche
Diagnose oder eine Behandlung durch ausgebildete Ärzte
und Mediziner dar. Die Informationen dürfen nicht für
die eigene Therapieauswahl oder gar für eigene Diagnosen
verwendet werden.
|
|