Aktuelle Meldung
Zuerst die Erwartungen, dann die Kilos abspecken
"Ich will so bleiben wie ich bin." Jeder kennt die
Werbebotschaft, bei der eine schlanke Schönheit die eigenen
Kurven bestaunt. Doch was viele nicht wissen: Keine Werbeanzeige,
kein Cover einer Modezeitschrift, kein Musikvideo kommt heute noch
ohne elektronische Retusche aus. Die Wesen, die wir als idealisierte
Helden einer schönen Kunstwelt wahrnehmen, existieren nicht
wirklich.
60er Jahre Schönheitsideal
Seit den 60er Jahren ist das Schönheitsideal, kreiert von den
Marketingstrategen und Designern dieser Welt, stets das gleiche...
Schlank ist gefragt.
Doch bedeutet schlank auch gesund? Es ist wissenschaftlich erwiesen,
dass Übergewicht ab einem gewissen Grad und bei entsprechender
Veranlagung beziehungsweise bestimmten Risikofaktoren zu ernsthaften
Erkrankungen führen kann.
Ein wenig Übergewicht
Zu diesen Erkrankungen zählen zum Beispiel Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
und Gicht. Aber kennt nicht jeder in seinem persönlichen Umfeld
den molligen Typ, der mit sich und der Welt zufrieden ist, agil
und glücklich wirkt?
Diese Menschen beweisen - Ein paar Kilogramm zuviel müssen
nicht zwangsläufig ein Problem sein. Experten geben deshalb
heute kein starres Idealgewicht mehr vor, sondern sprechen vom individuellen
Wohlfühlgewicht, das jeder für sich selbst definieren
muss.
BMI als Orientierung
Der so genannte Body-Mass-Index (BMI), bei dem das Körpergewicht
in Kilogramm durch die Körpergrösse in Metern zum Quadrat
geteilt wird, gibt dabei lediglich Orientierung. Wenn Sie gesund
sind und sich fit und aktiv fühlen, haben Sie Ihr persönliches
Wohlfühlgewicht. Haben Sie ein paar Kilogramm zuviel auf den
Rippen, setzen Sie sich realistische Ziele.
Ein bis zwei Kilo Gewichtsreduzierung pro Monat sind machbar, alles
darüber hinaus führt zum Jojo-Effekt und ist ungesund.
Gönnen Sie sich alle drei Monate eine vier- bis sechswöchige
Pause, bevor die nächste Abnehmetappe beginnt. Vor allem aber
sollte sich keiner an den künstlich geschaffenen Idealen der
Werbung orientieren.
Trend zu gesundem Schönheitsideal
Im November 2006 hat sich ein brasilianisches Model zu Tode gehungert.
Danach haben einige Modeschauen in Spanien und Italien zu dünne
Models ausgeladen. Vielleicht ein Trend in die richtige Richtung,
hin zu einem gesunden Schönheitsideal.
Quelle: aid
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