Heilpflanze des Monats August
Aloe vera (Aloe barbadensis)
Aloe
vera (Aloe barbadensis)
Ihr Name steht für Wellness und Gesundheit, Beauty, Schönheit
aber auch gesunde Lebensweise.
Hauptsächlich bekannt und angewendet wird die Pflanze Aloe
vera in diversen Kosmetikprodukten.
Die Aloe vera als Wohltäter für geschundene Haut findet
sich in Hautcremes und Salben wieder. Dass die Pflanze momentan
angesagt ist, zeigt der Trend zu Wellness-Wassern mit Aloe-Zusätzen.
Weniger bekannt ist seine innere Verwendung als Abführmittel.
Uralte Heilpflanze
Weltweit gibt es über 250 Arten der agavenähnlichen Wüstenpflanze.
Die echte Aloe Vera gehört jedoch zu den Liliengewächsen.
Sie ist nicht mit Kakteen oder mit einer Agave zu verwechseln.
Für Heilzwecke eignet sich besonders gut die "Aloe barbadensis".
Die heilende Wirkung der Pflanze ist bereits seit Jahrtausenden
bekannt. Aloegewächse wurde schon vor mehr als zweitausend
Jahren vor Chr. im nördlichen Afrika als Heilmittel verwendet.
Hier waren es die Ägypter, die den Saft der Pflanzen als Schönheitsmittel
für sich entdeckten. Aber auch im alten China und im römischen
Reich war die Anwendung des Aloe Gels bekannt.
Christoph Kolumbus führte Blumentöpfe mit Aloe Vera auf
seinen Schiffen mit, um mit dem Aloe Vera Saft die Wunden seiner
Söldner behandeln zu können. In der Neuen Welt wurde de
Pflanze von den Ureinwohnern als wirksames Mittel gegen Insekten
und Hautkrankheiten aller Art genutzt.
Allgemein wurde die Pflanze durch Seefahrer und Entdecker in die
ganze Welt verbreitet. Die ursprüngliche Heimat der Gewächse
ist jedoch unbekannt. Heutzutage wird sie eben durch ihre Verbreitung
in vielen Ländern angebaut. Die hauptsächlichen Lieferländer
sind die Anrainerstaaten der Karibik.
Aussehen
Ungewöhnliches Pflanzenbild
Die Curacao-Aloe und die Kap-Aloe sind keine gewöhnlichen Pflanzen.
Ihr typisches Erscheinungsbild können auch Pflanzen-Laien schnell
erkennen.
Die Aloe-Pflanzen bilden dickfleischige, bis zu 50 cm lange Blätter.
Diese sitzen in dichten Rosetten. Am Blattrand sitzen in regelmässigen
Abständen ca. 2 mm grosse Zähne.
Auch die Blüten der Aloe-Pflanze ist ganz einzigartig und typisch
für die Pflanzenart. Die gelben Blüten sind traubenförmig
und werden bis zu einem Meter hoch.
Passend zu seiner recht trockenen Umgebung hat die Pflanze Schutz-
Eigenschaften gegen das Verdunsten von Feuchtigkeit entwickelt.
Wird ein Blatt verletzt, heilt die Wunde fast augenblicklich. Eine
Eigenschaft, die schon von den Menschen der Antike entdeckt wurde.
Wertvoller Pflanzensaft
Von der Pflanze wird der Saft der Blätter verwendet. Dieser
ist honigfarben und nach dem Trocknen gelblich. Je nachdem, wie
die Pflanze verarbeitet wird, wird aus dem Saft ganz unterschiedliche
Mittel hergestellt. Durch das Eindampfen des Blattsaftes wird die
Aloe als Abführmittel verwendet. Durch Auspressen und Abfiltrieren
der geschälten Blätter wird das allseits bekannte Aloe
vera Gel gewonnen. Dies wird vor allem in der Kosmetikindustrie
verarbeitet.
Herkunft
Herkunft und Anbaugebiete
Der Ursprung der Pflanze ist unbekannt. Vermutlich stammt das Gewächs
aus dem Sudan und der arabischen Halbinsel. Heute findet sich die
Art kultiviert und verwildert in verschiedenen Regionen der Erde.
Aloe-Pflanzen begegnen einem im gesamten südlichen Mittelmeergebiet,
auf Madeira, den Kapverden und den Kanarischen Inseln, in Asien
(besonders in Indien), Nordafrika (von Marokko bis Ägypten)
und im Nahen Osten.
In anderen Teilen der Erde wurde sie eingeführt und verwildert.
Dies z.B. in Mittel- und Südamerika, auf den niederländischen
Antillen, Puerto Rico, Jamaika, Mexiko und im Andenvorland.
Alle wild wachsenden Aloe-Arten unterstehen dem Artenschutz!
Synonyme
Aloe, Curacao-Aloe, Barbados Aloe, Socotrine Aloe, Venezuela-Aloe,
Zanzibar Aloe
Wirkung
Der Flüssigkeitsgehalt im Blatt ist extrem hoch. Er liegt durchschnittlich
bei 95% und wird durch eine wachsartige und feuchtigkeitsspendende
Hautschicht bedeckt. In den prallgefüllten Blättern des
Wüstengewächs befindet sich ein Wasserspeicher der ca.
160 Wirkstoffe enthält. Diese können tief in die Haut
eindringen und dort ihre heilende, pflegende und schützende
Wirkung entfalten.
Aloe vera Gel ist deswegen eine wahre Wohltat für die Haut.
So wirkt das Gel u.a. entzündungshemmend, wundheilend und feuchtigkeitshaltend.
Wird sie nicht als Gel verarbeitet, wirkt der Blattsaft "antiadsorptiv"
und stark abführend. Wichtigste Inhaltsstoffe sind hierbei
Dihydroxyanthrachinone und Aloeemodin. Als Abführmittel spielt
Aloe u.a. auch wegen der Nebenwirkungen heute nur noch eine untergeordnete
Rolle.
Anwendung von Aloe vera Gel
Vor allem bei äusserer Anwendung hat sich das Gel bewährt.
Neben dem Wirkstoff Acemannan enthält die Pflanze verschiedene
Fettsäuren und Polysaccharide, die ausgesprochen entzüngshemmend
wirken.
Das Gel wird daher zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen,
Verbrennungen, Sonnenbrand abe rauch rauher Haut, Abszessen, Akne,
Fusspilz, Neurodermitis, Herpes, schlecht heilende Wunden, Prellungen
(Blaue Flecken), Ekzemen, Schuppen, etc. verwendet. In der Kosmetikindustrie
wird das Gel vor allem als Feuchtigkeitsspender in Salben und Cremes
eingesetzt.
Dosierung
Als Abführmittel
Wie erwähnt haben Aloe-Zubereitungen als Abführmittel
heutzutage keine grosse Bedeutung mehr. Bei einer inneren Anwendung
sollten daher keine Experimente gestartet werden. Hier werden meist
Zubereitungen verwendet, die der Apothekenpflicht unterliegen. Die
individuell richtige Dosis sollte auf alle Fälle mit einem
Fachmann (Arzt oder Apotheker) besprochen werden.
Als Gel
Allgemein sollte es bei einer rein äusserlichen Anwendung bleiben.
Das Gel dafür mehrmals täglich grosszügig auf die
Haut aufgetragen. Das Gel sollte frisch zubereitet oder ein entsprechendes,
im Handel erhältliches Präparat verwendet werden.
Soforthilfe
Bei akuten Verbrennungen, Schürfwunden und anderen kleineren
Verletzungen können Sie schnelle Abhilfe mit einem aufgeschnittenen
Aloe Blatt verschaffen. Das Blatt dazu auf die angegriffene Haut
legen. Dazu sollten Sie prinzipiell möglichst die dicken, älteren
Blätter vom Aussenrand verwenden. Diese enthalten die meisten
Wirkstoffe.
Generell gilt - Je frischer das Gel aufgetragen wird, desto besser.
Quelle Bilder: Open PR
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